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Kurzfassung der Schlossgeschichte
Erweiterte Geschichte
Die Turmuhr

Schloss Schaumburg
& Balduinstein

Das wunderschöne alte Schloss-Schaumburg, welches viele an die alten Schlösser Schottlands oder Irlands erinnert, liegt direkt über dem Ort Balduinstein. Es grüßt den Besucher bereits von weitem, indem es sich aus traumhafter Kulisse einer satt bewaldeten Umgebung erhebt.

Der darunter liegende kleine Ort Balduinstein ist bekannt durch seine gehobene Gastronomie, die malerischen Uferanlagen der Lahn und seine hübsche Lage mitten in der Natur. Mit Hotels, der Jugendherberge in der Burg Balduinstein und vielen kleinen Pensionen wird für die Unterkunft von Besuchern bestens gesorgt.

Die Geschichte von Schloss-Schaumburg

Kurzfassung:

1197 Burg im Besitz der Gräfin Elisa von Schaumburg, geb. Gräin von Leiningen, Gräfinwitwe von Nassau.
1232 Heinrich von Isenburg und Gerlach von Limburg sind gemeinsam Herren der Burg.
1266 Die Burg wird Lehen des Erzstifts Köln
1271 Von den Herren von Limburg an Heinrich Herrn von Westerburg
1656 Georg Wilhelm von Leiningen - Westerburg verkauft die Burg an die Witwe des Grafen Peter Melander von Holzappel.
1657 Durch Heirat an Nassau - Dillenburg. Vergrösserung der Burg (Fachwerkbau)
1706 Durch Erbfolge an das Haus Anhalt - Bernburg - Schaumburg.
1815 Heirat Erbprinzessin Hermine mit Erzherzog Franz Josef von &Ounl;stereich.
1817 Erzherzog Stephan Victor, deren Sohn geboren
1850 Schlossneubau in englisch, neugotischem Stil, mit Türmen, Bärenzwinger, Stallungen u. a.
1867 Erzherzog Stephan Victor stirbt unvermählt, das Schloss fällt an Herzog Ludwig von Oldenburg, bis 1887
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Erweiterte Geschichte:

*Quelle: Auszug aus "Balduinsteiner Blätter" Band II (auch über uns zu beziehen)
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Die Turmuhr

Vorschau
Die Uhr wurde von Erzherzog Stephan in Auftrag gegeben.
Hersteller dieser Uhr ist die Firma Wilhelm Stiehl aus Speising bei Wien.
Erbaut und geliefert 1863 an Schönberger und von diesem Vorschau
1864 an das Herzogtum Nassau ausgeliefert und installiert.
Im Lieferverzeichnis der Firm Stiehl ist die Uhr mit der Nummer 220 aufgeführt;
sie hat Viertelstunden und Stundenschlag und Bodenräder von 9 Zoll Durchmesser.
Zum Lieferzeitpunkt hatte die Uhr ein transparentes Zifferblatt mit aufgesetzten
römischen Ziffern.
Bei Dunkelheit wurde sie von innen mit einer Petroleumlampe erleuchtet.
Von der Bauart her stellt die Uhr eine Besonderheit dar; die drei Bodenräder sind schrägverzahnt und treiben jeweils eine Schneckenwelle an.Das Gehwerk das Stiftenhemmungsrad, Viertel- bzw.Stundenschlagwerk je einen Windflügel. Der Uhr fehlen somit die sonst üblichen Zahnradgetriebe für die Untersetzung.
Die Gewichte treiben die Uhr bei der vorgefundenen Deckenhöhe von 550 cm über eine Zwischenrolle 36 Stunden an. Der Aufzug der Gewichte musste daher täglich erfolgen.

Die Uhr wurde unter erheblichem Zeitaufwand des Restaurators sowie weiterer Helfer ausgebaut, auseinandergenommen, gereinigt, entrostet, repariert, mit Rostschutz versehen sowie farblich wieder in den Lieferzustand versetzt. Am Stiftenhemmungsrad mussten 25 Stifte erneuert werden. Die Uhr wird jetzt Dank Konservierung und technischer Aufbereitung wieder für viele Jahre ihren Dienst versehen.
Auch das Zifferblatt wurde gemäss der Lieferbeschreibung von 1863 neu aufgebaut.Anstatt Glas wurde vom Aussehen her gleiches Plexiglas verwandt.Die Beleuchtung wird allerdings von Petroleum auf Elektrizität umgestellt.

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